Was Sind Kalorien?

Der Begriff Kalorie (Bezeichnung – > kcal) ist eine immer noch verwendete, jedoch veraltete Maßeinheit mit mehreren unterschiedlichen Bedeutungen und Definitionen. Im Jahr 1948 wurde die Einheit Kalorie von der 9. Generalkonferenz für Maße und Gewichte als Einheit der Wärmemenge abgeschafft und durch die Einheit Joule ersetzt. 4,1868 Joule entsprechen seitdem einer Kalorie und ein Joule sind somit ca. 0,239 Kalorien. Weltweit variieren jedoch unterschiedliche Werte, da es verschiedene Definitionen der Kalorie gibt. Bei uns in Deutschland sind die oben genannten Werte seit 1969 gesetzlich vorgeschrieben. Seit 2010 darf innerhalb des Warenverkehrs in der EU neben der Joule Angabe zusätzlich die Angabe in Kalorien erfolgen. Nach der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) dürfen die Werte mit der Einheit Kilokalorie (kcal) lediglich nach der Joule-Brennwertangabe und auch nur in Klammern erfolgen.

Beispiel zeigt: Brennwert 630 kJ/100 g (150 kcal/100 g).

Entscheiden Kalorien über unser Gewicht, unseren Körper und unser Wohlbefinden?

NEIN, natürlich nicht. In Bezug auf Lebens- und Genussmittel sind Kalorien zunächst lediglich eine Angabe für den individuellen Brennwert.   

Wieviel Energie kann der menschliche Körper durch Verstoffwechselung aus einem bestimmten Lebensmittel gewinnen?

Dieses Ergebnis ist der Brennwert.

Eine ausgewogene Ernährung ist einer der wichtigsten Schlüssel zu einem gesunden Körper, Wohlfühlen und echter Lebensqualität. Gute Fette, hochwertige Proteine und die richtigen Kohlenhydrate in einem guten und individuell an den jeweiligen Menschen angepassten Körperverhältnis sind die Basis von Leistungsfähigkeit und körperlicher Funktionalität.

Sich hier allein auf die Kalorienangaben zu konzentrieren, ist nicht sinnvoll. Wir können 2.000 Kalorien mit einer einzigen Pizza zu uns nehmen oder auch auf drei köstliche, vollwertige und unterschiedliche Mahlzeiten verteilen. Jedoch kann man auch eine Pizza so optimal zusammenstellen und genießen.

Der Kalorien-Grundumsatz ist ein Begriff von ganz entscheidender Bedeutung. Der Grundumsatz gibt den Kalorienverbrauch an, den ein Mensch bei völliger Ruhe und ohne jede Aktivität hat. Nehmen wir zwei Architekten, die beide sehr ähnliche körperliche Maße haben. 1,80 groß, 80 Kilogramm schwer und offensichtlich schlank. Ihr Grundumsatz könnte bei ca. 2.000 Kilokalorien liegen. Jedoch hat der eine von den beiden Triathlon als Hobby, einen Körperfettanteil von 12 % und eine fantastische Muskelmasse. Er trainiert seine drei Sportarten an sieben Tagen in der Woche insgesamt fünfzehn Stunden. Dies erhöht seinen wirklichen Kalorienbedarf auf täglich 3.400 bis 4.800. Sein Kollege sammelt begeistert Briefmarken, recherchiert alles im Internet und investiert auch an sieben Tagen in der Woche fünfzehn Stunden. Sein täglicher Kalorienbedarf wird bei diesen Angaben eher nicht über 2.500 liegen. Allerdings ist es möglich, dass sein Fettanteil bei zwanzig oder fünfundzwanzig Prozent liegt und seine Muskelmasse deutlich unter der seines Kollegen liegt. Wichtige Info: Ein Kubikzentimeter Muskelmasse wiegt etwa viermal so viel wie ein Kubikmeter Körperfett. Somit ist es logisch, dass zwei Menschen bei identischem Gewicht sehr unterschiedliche Figuren und auch Kleidergrößen haben.

 

10 Ernährungstipps zur Sensibilisierung:

  • Raffinierten Zucker bestmöglich reduzieren – sehr schwer, da er so häufig in Lebensmitteln steckt und dies häufig nicht klar zu erkennen ist. Auch zu viel Fruchtzucker ist nicht optimal.

100 g Zucker haben einen Brennwert von 1.675 Kilojoule (400 Kcal).

  • Salz bestmöglich vermeiden und dafür die Vielfalt von Gewürzen nutzen. Salz kann Wasser im Körper binden oder auch den Blutdruck beeinträchtigen. Viele Menschen salzen ihr Essen vor dem ersten Probieren.
  • Dem Körper Esspausen gönnen und geben. Wer kennt sie nicht, diese ständigen Versuchungen? Im Büro, zu Hause oder auch bei vielen Menschen sogar im Auto. Bonbons, Kuchen, das sorgfältig geschnippelte Obst, welches im fünfzehn Minuten Takt gegessen wird und immer wieder die Produktion von Insulin verursacht und somit die Fettverbrennung stoppt. Nach einem 07:30 Uhr Frühstück sollte vor 12:00 Uhr nichts weiter gegessen werden. Und nach einem vollwertigen Mittagessen braucht der Körper normalerweise nichts vor einem am besten leichten Abendessen – bestenfalls bestehend aus Proteinen und guten Fetten. Zum Beispiel gedünsteter Fisch und ein Salat.
  • Kalorienverbrauch und Ernährung sind selbstverständlich untrennbar vom Berufsleben, der täglichen Belastung und auch des Freizeitprogramms.
  • Alkohol sollte nicht täglich oder mehrmals pro Woche getrunken werden und am besten gar nicht. Alkohol hat sehr viele Kalorien und stoppt die Fettverbrennung über Stunden.
  • Wasser ist sehr wichtig für einen funktionierenden Körper. Für die Verdauung, unsere Haut und auch unser Gehirn. Ein kleiner funktionierender und sehr bewährter Trick bei Hungerattacken ist das Trinken eines großen Glases Wasser. Oft spüren wir, dass unser Hungergefühl nach dem Trinken eines großen Glases Wasser deutlich reduziert oder sogar verschwunden ist. Und das mit „Null“ Kalorien. Sich stündlich den Wecker zu stellen, um Wasser zu trinken kann sinnvoll sein, bis es zu einer Gewohnheit geworden ist. Der tägliche und persönliche Wasserbedarf ist natürlich auch wieder abhängig von der Außentemperatur und der körperlichen Belastung.
  • Essen vor dem Einkaufen spart Geld, Kalorien und verhindert Verführungen. Wenn wir hungrig einkaufen besteht die Gefahr, dass wir gefühlt alles aus den Regalen in unseren Einkaufswagen packen wollen. Wir sollten also zu Hause noch eine Mahlzeit einnehmen und/oder, wenn wir stark genug sind, uns mit einem klugen und vernünftigen Einkaufszettel kontrollieren.
  • Nur kleine Kinder werden gefüttert. Später entscheidet jeder Mensch selbst was er isst, trinkt und was er nicht isst und trinkt. Also immer folgende Fragen stellen, bevor wir etwas zu uns nehmen: Brauche ich das jetzt? Will ich das jetzt?
  • Genuss darf und muss bleiben. Kluge Ernährung kann wunderbar mit Genuss, Sättigung und Lebensfreude verbunden werden.
  • Weiterbildung und Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Wir haben nur dieses eine Leben und diesen einen Körper. Tun wir also das Beste für ihn und informieren uns selbst was das ist. Idealerweise sucht man dazu, wie in allen Lebensbereichen, den Rat von Experten.

 

Wie viele Kalorien brauche ich, um dennoch abzunehmen?

Wie bereits geschrieben, spielen hier mehrere Faktoren eine Rolle. Eine grundsätzliche Richtline ist die folgende:

Wenn wir mehr Kalorien zu uns nehmen als wir verbrennen, nehmen wir an Gewicht zu. Und dieses entstehende Mehrgewicht ist eher Körperfett als Muskulatur. Dieser Ansatz ist schon mal ein guter Anhaltspunkt, ob wir auf Kurs sind oder nicht. Wichtig ist dafür wieder das Wissen um unseren Grundumsatz und unseren persönlichen täglichen Kalorienbedarf.

Wenn wir fünf Kilogramm Gewicht zunehmen und dies ist ausschließlich echte Muskelmasse dann ist das positiv. Positiv für unsere Fettverbrennung, da Muskeln für eine permanente Fettverbrennung sorgen. Zusätzlich profitieren unsere Gelenke, da die Muskelmasse sie stabilisiert und damit auch schont.

Wenn man berücksichtigt, dass ein Kilogramm Körperfett ca. 9.300 Kilokalorien hat, weiß man was passieren muss, wenn man ein Kilogramm Körperfett verlieren möchte. Es gilt also diese 9.300 Kilokalorien einzusparen. Nicht an einem Tag und auch nicht in einer in einer Woche.

Jahresrechnung:

Täglicher Kalorienbedarf:            2.600 Kilokalorien

x 365 Tage:             949.000 Kilokalorien pro Jahr

 

Wenn ich innerhalb von zwölf Monaten 10 Kilogramm abnehmen möchte, muss ich also 10 x 9.300 Kilokalorien = 93.000 Kilokalorien in diesem Zeitraum einsparen.

Ziehe ich diese 93.000 Kilogramm also von den 949.000 ab, bleiben 856.000 Kilokalorien. Teile ich diese Zahl durch 365 Tage ergeben sich 2.345 Kilokalorien, die ich täglich am besten vollwertig und sinnvoll auf drei Mahlzeiten zu mir nehmen kann. Behalte ich meinen bisherigen Lebenswandel bei, sollte ich nach zwölf Monaten meinen Körper von ca. zehn Kilogramm Körperfett befreit haben.

Achtung: Diese Rechnung und der vorgeschlagene Weg sind nur empfehlenswert, wenn diese zehn Kilogramm Körperfett tatsächlich zu viel sind.

 

Was verbrennt die meisten Kalorien?

Es sind, wie wir alle wissen, die sportlichen Betätigungen.

Über 800 Kilokalorien pro Stunde verbrauchen wir z.B. beim Inline-Skaten oder auch beim Squash spielen. Auch beim Judo, Radfahren oder Schwimmen sind es auch noch über 300 Kilokalorien pro Stunde. Tempo, Außentemperatur, körperliche Verfassung und beim Radfahren natürlich auch das Streckenprofil spielen in Bezug auf den genauen Kalorienverbrauch eine mitentscheidende Rolle.

Der Fitnessstudio-Typ oder Wald- und Wiesengegner kann in seinem Keller oder im Studio ähnliche Ziele erreichen – und das völlig unabhängig vom Wetter, Jahreszeit oder Dunkelheit. So können auf dem Crosstrainer, dem Rudergerät oder auch auf dem Laufband ebenfalls Werte um die 800 Kilokalorien verbrannt werden.

 

Fazit: Nehmen und mögen Sie sich zunächst wie Sie sind. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und sorgen Sie dafür, dass alle Ihre Laborwerte bekannt sind. Risiken und eventuelle Krankheitsbilder müssen schnellstmöglich bekannt sein. Jetzt ist der Weg zur sehr erfahrenen, professionellen und nicht zuletzt sympathischen und motivierenden Experten sehr zu empfehlen. Sie oder auch er geht individuell auf Ihre ganz persönliche Lebenssituation, Ihre Wünsche, Herausforderungen und auch Ziele ein. Jetzt ist der Weg geebnet, dass Sie zeitnah fitter und glücklicher werden. Auch Ihr gesundheitlicher Zustand wird dauerhaft optimiert, wenn Sie Ihre positiven Verhaltensänderungen beibehalten.