Wir klären Sie darüber auf, was die große Menge an E- Nummern auf unseren Lebensmitteln bedeuten. Deshalb ist es absolut notwendig, das Sie auf das Etikett achten.

  1. Warum finden wir eine Zutatenliste auf verpackten Lebensmitteln?
  2. Welche Ausnahmen gibt es?
  3. Was bedeuten E-Nummern?
  4. Wo finde ich die Erklärung für die E-Nummern?

Warum finden wir eine Zutatenliste auf verpackten Lebensmitteln?

Alle Zutaten, die bei der Herstellung eines Lebensmittels verwendet werden, müssen seit 1983 auf den Packungen vermerkt werden. Es wird in unserer heutigen Zeit für immer mehr Menschen immer wichtiger, sich genauestens über den Inhalt der Lebensmittel informieren zu können. Wer da einige Stoffe nicht verträgt, oder bestimmte Zutaten meiden möchte, sollte etwas genauer auf das Etikett schauen.

Die Aufzählung der Zutaten erfolgt in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils, die größte Menge steht am Anfang die kleinste zum Schluss der Liste.

Es lohnt sich, die Zutatenliste zu lesen, denn auch wenn man Lebensmittel relativ gut kennt, ist man immer wieder erstaunt, wie weit vorne zum Beispiel bei Müslimischungen Zucker erscheint oder bei Crunchy-Müsli Pflanzenfett.

Es ist gerade bei dem Thema Zucker sehr darauf zu achten wie viele verschiedene Zuckerarten in einem Produkt versteckt sind, denn die Ernährungsindustrie verschleiert die Gesamtmenge des Zuckers und gibt unterschiedlichen Zuckerarten an.

 

Welche Ausnahmen gibt es?

Auf Honig, Zucker, Kakao, Kaffee-Extrakt, Aromen und alkoholischen Getränken mit mehr als 1,2 % Alkohol (z.B. Bier, Wein, Likör) brauchen keine Zutatenlisten zu stehen.

 

Was bedeuten E- Nummern?

E- Nummern sind Bezeichnungen für Zusatzstoffe. Was sich dahinter verbirgt, können Sie in den nachfolgenden Tabellen nachlesen. Grundsätzlich dürfen diese Zusatzstoffe, die die Industrie einsetzt, zwar nicht gesundheitsgefährdend sein, doch jedes Risiko kann nicht ausgeschlossen werden, zumal die über das Zusammenwirken der unterschiedlichen Stoffe und über Wechselwirkungen mit Umweltgiften Schädlingsbekämpfungsmitteln und Medikamente

bekannt ist. Individuelle Ernährungsgewohnheiten oder Empfindlichkeiten können z.B. zu Allergien oder anderen Krankheitserscheinungen führen.

Natürlich brauchen nicht gleich die angegebenen Wirkungen aufzutreten, denn häufig wurden sie erst bei hohen Dosierungen festgestellt. Doch trotzdem sollte jedes gesundheitliche Risiko vermieden werden, das mit der Verwendung eines Zusatzstoffes verbunden sein könnte.

 

Wo finde ich die Erklärung für die E- Nummern?

Auf verpackten Lebensmitteln finden wir leider keine Erklärungen der E- Nummern. Da man ungern mit einem großen Ordner, der diese Erklärungen enthält, zum Einkaufen gehen möchte, sollte man grundsätzlich Produkte im Supermarkt immer umdrehen und auf die Zutatenliste schauen, um dann möglichst Produkte zu wählen, die keine oder nur wenige E-Nummern enthalten.

Bei uns finden Sie die Erklärungen für die gängigsten E-Nummern, sie sind unterteilt in bestimmte Bereiche, eine Erläuterung erfolgt jeweils am Anfang eines neuen Abschnitts. Laden Sie sich einfach unser PDF zu den E-Nummern herunter und schauen Sie im Zweifelsfall nach.

 

  1. Farbstoffe
  2. Konservierungsstoffe
  3. Antioxidantien
  4. Emulgatoren und Säurungsmittel
  5. Verdickungs- und Geliermittel
  6. Unterschiedliche Zusatzstoffe
  7. Süßungsmittel
  8. Aromastoffe
  9. Sonstige Bezeichnungen

 

Die E-Nummern sind aufeinanderfolgend aufgelistet, dadurch ist die gewünschte Nummer schnell zu finden. Die Erklärung steht jeweils gleich dahinter.

 

  1. Farbstoffe …

…  werden zum Färben und Verschönern von Lebensmitteln und deren Oberflächen verwendet. Sie sollen für ein “appetitanregendes” und “verkaufsförderndes” Aussehen sorgen.

Einsatzgebiete: Zuckerwaren aller Art, Marzipan, Obsterzeugnisse in Konserven, Limonaden und Colagetränken, Puddings, Eis, Liköre, Magarine, Käse und Fischerzeugnisse.

 

  1. Konservierungsstoffe …

…  verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln.

Einsatzgebiete: Fischprodukte aller Art, Brot, Fruchtsäfte, Limonaden, Backwaren, Fruchtzubereitungen bei Joghurt, Salate, Margarine, Gewürz- und Salatsoßen, Mayonnaise, Wein, Trockenfrüchte, getrocknete Kartoffelprodukte, Wurstwaren und Oberflächen von Zitrusfrüchten.

 

  1. Antioxidantien …

… behindern Reaktionen von Sauerstoff mit Lebensmittelinhaltsstoffen und damit den Verderb.

Einsatzgebiete: Suppen, Brühen, Soßen (jeweils in trockener Form), Kartoffeltrockenerzeugnisse, Knabbereierzeugnisse, Kaugummi, Walnusskerne, Marzipan- und Nougatmasse, Eis, Margarine, Öle, Backwaren usw.

 

  1. Emulgatoren und Säuerungsmittel …

…  verbinden ursprünglich nicht miteinander mischbare Stoffe, z.B. Fett und Wasser, Säuerungsmittel behindern die Vermehrung von Verderbnis erregenden Keimen.

Einsatzgebiete: sind für alle Lebensmittel zugelassen (außer E 338 nur für koffeinhaltige Erfrischungsgetränke, E 339-341 nicht für Frischfisch)

  1. Verdickungs- und Geliermittel …

…  werden zum Verdicken und Gelieren von Flüssigkeiten verwendet.

Einsatzgebiete: Gelees, Puddings, Konfitüren, Backwaren, Wurst und Fleischzubereitungen, kalorienreduzierte Lebensmittel, Eis.

 

  1. Unterschiedliche Zusatzstoffe

 

  1. Süßungsmittel …

…  sind Ersatzstoffe für Zucker mit einer wesentlich stärkeren Süßkraft, aber geringerem oder keinem physiologischem Brennwert. Zuckeraustauschstoffe sind süß schmeckende Kohlehydrate.

 

  1. Aromastoffe …

… geben den Lebensmitteln Geruch und Geschmack

Einsatzgebiete: Erfrischungsgetränke, Puddings, Creme- und Geleespeisen, Eis, Backwaren, Teigmassen und deren Füllungen, Milchprodukte, Süßigkeiten, Kaugummi, Fertiggerichte, Instantprodukte, Tees, Liköre, Schokolade, Fleisch-und Wurstwaren.

Leider besteht für die einzelnen Aromastoffe keine Kennzeichnungspflicht, sie werden Gruppen zugeordnet und dann auf der Verpackung vermerkt.

Die Lebensmittelindustrie verwendet diese Stoffe, da bei der gewerblichen Zubereitung von Lebensmitteln Aromaverluste entstehen, die wieder ausgeglichen werden sollen. Um einen bestimmten Geschmack zu erzeugen, z.B. Erdbeeraroma, hier sind die künstlich hergestellten Stoffe für die Industrie billiger als Naturprodukte.

Wenn Sie Wert auf naturbelassene, unverfälschte Lebensmittel legen, verzichten Sie möglichst auf aromatisierte Lebensmittel, insbesondere wenn es sich um künstliche Aromastoffe handelt.

  1. Sonstige Bezeichnungen

Es gibt noch eine Reihe von Zusatzstoffen, für die keine E-Nummern angegeben werden müssen. Was verbirgt sich dahinter?

Leider hat der Gesetzgeber hier nicht für Klarheit gesorgt, diese undefinierbaren Überbegriffe erschweren das Etikettenlesen.

Die Lebensmittelindustrie braucht diese Hilfsmittel und wir müssen sie mitessen!!!