Das Wort Diät stammt aus dem griechischen (díaita) und hatte ursprünglich die Bedeutung „Lebensführung“ oder auch „Lebensweise“. Auch heute noch beschäftigt sich die Diätetik wissenschaftlich mit der möglichst optimalen, sinnvollen und klugen Lebens- und auch Ernährungsweise. Am häufigsten wird der Begriff „Diät“ in der heutigen Zeit in Bezug auf Gewichtsreduzierung oder auch als Beitrag zur Heilung bei bestimmten Krankheitsbildern benutzt. 

„Ich mache jetzt zwei Diäten gleichzeitig, da ich von einer Diät nicht satt werde.“

 

Diese sicherlich witzig gemeinte Aussage macht bei näherer Betrachtung sehr deutlich, warum das Thema „Diäten“ so sensibel ist und in Bezug auf dauerhafte und gesunde Gewichtsreduktion für so viele Menschen eben nicht die erhoffte Lösung ist.

 

  1. Brauche ich eine Diät?
  2. Vorteile einer Diät?
  3. Kann eine Diät schaden?
  4. Was versteht man unter dem „Jo-Jo Effekt“?
Diät
  1. Brauche ich eine Diät?

Diese Frage stellen sich etwa:

Jeder dritte Erwachsene unter 30 und über 70 % aller Frauen, die das 45. Lebensjahr erreicht haben.

Bei diesen Personen handelt es sich zu einem sehr hohen Prozentsatz um Menschen, die Gewicht reduzieren wollen. Was diese Menschen jedoch wirklich wollen, ist etwas Anderes. Ihr Hauptziel ist nicht, dass sie leichter werden. Sie wollen, dass sich ihre Körperzusammensetzung verändert.

Diese bedeutet, die möglichst schnelle und dauerhafte Reduzierung des Körperfettanteils, bei gleichzeitigen Erhalt oder besser Ausbau und der Erhöhung des Muskelanteils. Da ein Kubikzentimeter Fett viermal leichter ist als ein Kubikzentimeter Muskelmasse ist es ganz logisch, dass bei Reduzierung des Fettanteils auch die Umfänge an Beinen, Gesäß, Bauch, Oberkörper und auch an den Armen sich verkleinern.

„Ich passe wieder in meine Lieblingsjeans“,

„Super, jetzt sehe ich sogar mein Sixpack“ oder auch

„Endlich, von Anzuggröße 26 auf 50“

 

sind klassische Aussagen von glücklichen und stolzen Menschen, die ihren Körperfettanteil wenig oder auch deutlich reduziert haben.

 

Fazit: Wenn Sie einen zu hohen Körperfettanteil dauerhaft reduzieren möchten, ist eine besondere Diät über 7 oder 14 Tage eher nicht der optimale Ansatz. Es geht um eine grundsätzliche Veränderung Ihrer Ernährungsgewohnheiten. Sie müssen wissen, was Ihnen guttut und was für Ihren Körper eher nicht so optimal ist oder sogar schadet. Genau dafür gibt es die professionelle Ernährungsberatung inkl. der so wichtigen Bioelektrischen Impedanzanalyse. 

 

  1. Vorteile einer Diät?

Das Wichtigste zuerst:

Sprechen Sie mit dem Arzt Ihres Vertrauens. Einmal im Jahr sollten Sie sich austauschen und die Meinung und Empfehlungen ihres Arztes in Bezug auch Ihren Körper und Ihr Leben kennen. Die Basis sollten dafür auch Ihre Blutwerte (großes Blutbild) und eine regelmäßige Untersuchung sein. Bestimmung der unterschiedlichen Vitamin-Spiegel helfen zusätzlich, um eine komplette Einschätzung geben zu können.

Im nächsten Schritt ist es wichtig, dass Sie stets Expertenwissen nutzen. Es gibt Ärzte, die in einem oder mehreren Bereichen großartiges Expertenwissen haben, jedoch in Bezug auf Ernährung und optimale Lebensweise eher nicht die idealen Ansprechpartner sind. Aus diesem Grund gibt es Experten, die sich über viele Jahre und Tag für Tag ausschließlich mit Ernährung und der Zusammensetzung des menschlichen Körpers beschäftigen.

Sollte Ihr Arzt Ihnen z. B. sagen, dass Ihr Harnsäurewert erhöht ist und Ihnen bei unveränderter Lebensweise evtl. Gicht, Schmerzen und ernste Gelenkprobleme drohen, sollten Sie dieses Thema sehr ernst nehmen. Natürlich gibt es Medikamente, jedoch kann ein kompletter Verzicht oder auch ein reduzierter „Genuss“ von Innereien, Fleisch, Alkohol und Zucker den erhöhten Harnsäurewert bereits reduzieren und die Lebensqualität steigern. Hier wäre der diätetische Ansatz der Verzicht auf bestimmte Lebens- bzw. Genussmittel.

Natürlich ist das gesamte Thema Diät ein sehr umfangreiches. Ein klassisches Einsatzgebiet für Diäten ist noch das zeitnahe und schnelle Reduzieren von Körpergewicht. Dies bedeutet meist den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel. „Erfolg“ können diese Radikalkuren zwar bringen und wir passen dann auf den letzten Drücker doch noch in den Smoking zu Hochzeit unserer Tochter, jedoch ist es meist alles andere als vernünftig.

Bekannte Beispiele. die wir seit Jahrzehnten Woche für Woche in den Frauenzeitschriften dieser Welt präsentiert bekommen: 

  • Kohlsuppendiät
  • Atkinsdiät
  • Ananasdiät
  • Volumetrics
  • Weight Watchers
  • Glyx Diät

 

Mit all diesen Diäten können Sie Gewicht reduzieren. Jedoch sagen viele Anwender nach Tagen, Wochen oder auch manchmal Monaten, dass sie die häufige Einseitigkeit und den kompletten Verzicht auf viele Lebensmittel nicht dauerhaft in ihr Leben einbauen wollen oder können.

Dazu ist eine einseitige Ernährung immer wieder auch ein Nährboden für Mangelerscheinungen, die kleinere oder auch größere Nachteile mit sich bringen.

Zum Beispiel sind fehlende Proteine häufig ein Begleiter von Diäten. Die logische Folge ist zumeist der Verlust der so wichtigen Muskelmasse. Muskeln sind jedoch der beste Fettverbrenner überhaupt.

  1. Kann eine Diät schaden? 

Die bessere Frage ist: Wie lange können wir einen Mangel ohne Nachteile kompensieren?

Der menschliche Körper benötigt in einem gesunden Verhältnis Proteine, Kohlenhydrate und Fett. Dazu Luft zum Atmen, Wasser und bestmögliche Lebensmittel, die uns und unsere Körperzellen komplett ernähren. Damit können wir selbst die Basis legen, dass es uns gut geht.

Wie in allen Lebensbereichen muss die Balance stimmen.

  • Wenn wir uns nur um die Karriere kümmern, leidet unsere Familie
  • Wenn der Schüler in Mathe und Physik versagt, sind die anderen Noten egal
  • Wenn wir unser Auto waschen, aber das Motoröl vergessen …

 

Gelingt es uns mit Hilfe eines die Thematik beherrschenden Mediziners oder eines wirklich guten und erfahrenen Ernährungsberaters unseren perfekten Ernährungsplan zusammenzustellen haben wir beste Perspektiven Tag für Tag gut und lecker zu essen und unsere Gesundheit und unseren Körper bestmöglich zu unterstützen.

 

  1. Was versteht man unter dem „Jo-Jo-Effekt“? 

Es liest sich so verspielt, jedoch ist dieser „Jo-Jo-Effekt“ für viele Menschen, die wirklich und so gern Gewicht reduzieren möchten, ein regelmäßiges „Horrorereignis“.

Wie ein Jo-Jo geht das Körpergewicht in der Diät- oder Abnahmephase runter und sobald die alten Gewohnheiten wieder die Führung übernehmen, geht das Gewicht wieder hoch. Oft übersteigt es sogar das Ausgangsgewicht.

 

Was sollten oder können Sie also tun, damit Sie dauerhaft und möglichst ohne Verzicht Ihre Wunschfigur und bestmögliche Leistungsfähigkeit erreichen und stabilisieren?

Beginnen Sie mit einem Besuch bei Ihrem Internisten und lassen Sie sich komplett untersuchen. Dazu Blut- und Harnuntersuchung, damit Sie mit Ihrem Arzt ein Gesamtbild haben. Anschließend sollten Sie einen professionellen und sehr erfahrenen Ernährungsberater aufsuchen.

Sie schaffen das, wenn Sie es wirklich wollen.  

 

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